Die Hölle Moria

„Denk ich an Moria“ von Helge-Ulrike Hyams © Berenberg Verlag

Schreckliche Bilder fluteten das Fernsehen und die Social-Media-Kanäle. Unmenschliche Zustände, Hunger, Covid19 und dann noch ein riesiges Feuer – die Rede ist von Moria, dem Flüchtlingslager auf Lesbos. Die Bilder waren teilweise so schirch, dass ich sie schnell wegdrückte, sie haben schockiert und mich am Ende ohnmächtig zurückgelassen. Helge-Ulrike Hyams hat gegen die Ohnmacht gekämpft und ist als freiwillige Helferin für 10 Monate nach Moria gefahren, um das zu tun, was viele mehr machen sollten: Helfen. Über ihre Reise berichtet sie in dem Buch Denk ich an Moria, in dem sie in kurzen Anekdoten ihre Zeit dort beschreibt und verarbeitet.

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Herrn Kukas Empfehlungen

© Piper Verlag

Radek Knapp liefert mit Herr Kukas Empfehlungen einen Einblick, wie sich jugendliche Abenteuerlust und die Großstadt treffen. Waldemar bricht aus Warschau auf und noch vor seiner Ankunft in Wien legt Herr Kuka ihm mit seinen Empfehlungen ein Ei. Unterhaltsam und abwechslungsreich ist die Reise so jedenfalls.


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Dicht

© Sargnagel/Rowohlt Verlag

Der vor gut einem Jahr erschienene Debüt-Roman „Dicht: Aufzeichnungen einer Tagediebin“ ist mehr ein überdimensionaler Blogeintrag als eine klassische Romangeschichte. Er ist wienerisch, unglaublich und bringt zum Lachen und Weinen. Perfekt für Fans vom hingerotzten Wien und Alltagsgeschichten. 

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Schlaflos in der Josefstadt

© Reclam

Fast 100 Jahre ist es her, dass der Arzt Fridolin des Nächtens durch den achten Bezirk streifte, sich am Gallitzinberg (heute eher unter dem Namen Wilhelminenberg bekannt) auf einen geheimen Ball einschlich und dabei die gehobene Wiener Gesellschaft empörte. In der »Traumnovelle« erforscht Arthur Schnitzler die erotische Psychologie einer gutbürgerlichen Ehe bzw. eines gutbürgerlichen Ehemannes der 1920er-Jahre.


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Verliebt am Alsergrund

Die dem Roman seinen Namen gebende Stiege im 9. Bezirk. Fotocredit: Wikimedia / Welleschik

Heimito von Doderers Opus Magnum »Die Strudlhofstiege« ist nicht nur ein absoluter Klassiker der österreichischen Literatur, sondern auch die wahrscheinlich beste Seifenoper in Buchform, die ich jemals gelesen habe. Auf dieser literarischen Wanderung zwischen Alserbachstraße, Liechtenthal- und Boltzmanngasse ist man bald mitgerissen von den Irrungen und Wirrungen, die die Figuren durchleben.


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Wien (ge)lesen

Grafik © Julia Herrele

Wien in der Literatur, die Literatur in Wien. Wir begeben uns auf die Spuren dieser Beziehung. Tauche mit ein, lies Bücher mit uns und finde die Straßen wieder. Zum Beginn: Wie schaut das Verhältnis zwischen Literatur und Wien eigentlich aus?


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