24 Frauen, 24 Geschichten

© ARTE

„Es passiert jeden Tag. Jeden verdammten Tag – 24h – sind wir gezwungen, eure Blicke, Beleidigungen und Belästigungen zu ertragen“, sagt die Protagonistin des Kurzfilms „Rote Nacht“ wütend. „Rote Nacht“ ist einer von 24 Kurzfilmen, die 24 Geschichten von 24 Frauen erzählen – 24 Geschichten von Gewalt gegen Frauen. Eine Gruppe von Künstlerinnen aus Europa schrieb die Szenen, inspiriert von wahren Begebenheiten. Du kannst die Filmreihe in der ARTE-Mediathek streamen.

Triggerwarnung: In diesem Artikel und in der rezensierten ARTE-Kurzfilmreihe geht es um psychische, körperliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Diese Darstellungen können negative Gefühle und Flashbacks auslösen. Bitte sei achtsam mit dir und überlege dir, ob du dich jetzt mit diesen Inhalten konfrontieren möchtest.


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Liebe fremde Nachbar:innen!

Foto: Vienna Reyes auf Unsplash

In den Monaten, in denen das Leben sich normalisiert hatte und meine Wohnung wieder nur Zwischenstop war, als ich mich mehrmals täglich gegen die schwere Haustür gestemmt hab, gehetzt und mit Kopfhörern im Ohr, da wart ihr mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht. Jetzt, wo wir alle wieder zuhause sind, da fällt mir auf, dass über mir und unter mir geniest und haargeföhnt und kindergeschimpft und gefernschaut und geheimwerkt wird, und dass ihr gar nicht so wurscht seid. Nicht weil ihr unersetzbar seid, sondern weil ein Mensch hören und sehen und riechen will, dass es da auch noch andere Menschen gibt.


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Ich wollte es allen beweisen

Foto: Andrzej Makal

Manche sagten, das „Mädchen mit dem süßen Lächeln“ würde es nie in die Dirigierklasse an der Musikuniversität schaffen. Heute ist Marta Gardolińska eine preisgekrönte und international gefragte Dirigentin. Die gebürtige Polin erzählt uns nicht nur von ihrer Arbeit mit dem TU-Orchester, sondern auch von dem überholten Klischee des strengen Maestros und ihren Anfangsschwierigkeiten mit der Wiener Gemütlichkeit.  


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Die Hölle Moria

„Denk ich an Moria“ von Helge-Ulrike Hyams © Berenberg Verlag

Schreckliche Bilder fluteten das Fernsehen und die Social-Media-Kanäle. Unmenschliche Zustände, Hunger, Covid19 und dann noch ein riesiges Feuer – die Rede ist von Moria, dem Flüchtlingslager auf Lesbos. Die Bilder waren teilweise so schirch, dass ich sie schnell wegdrückte, sie haben schockiert und mich am Ende ohnmächtig zurückgelassen. Helge-Ulrike Hyams hat gegen die Ohnmacht gekämpft und ist als freiwillige Helferin für 10 Monate nach Moria gefahren, um das zu tun, was viele mehr machen sollten: Helfen. Über ihre Reise berichtet sie in dem Buch Denk ich an Moria, in dem sie in kurzen Anekdoten ihre Zeit dort beschreibt und verarbeitet.

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Post aus: Porto

Foto: Claudine Bersi

Wir lieben das Reisen! Und diesmal geht es nach … Porto! Aber was macht einen guten Trip eigentlich aus? Wahrscheinlich gibt es genau so viele Antworten auf diese Frage, wie es Reisende gibt. Für mich kommt es darauf an, welche Emotionen ein Ort in mir auslöst. Wollt ihr wissen, wie sich Porto für mich angefühlt hat und was unsere Top 3 Porto-Erlebnisse sind?


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Hinterland: Ganz schön schräg

„Hinterland“ © Constantin Film

So wirklich gut geht’s mir nicht, als ich aus dem Kinosaal gehe, nachdem ich mir Stefan Ruzowitzkys „Hinterland“ angesehen habe. „Irgendwie weird“, denke ich – und das eigentlich schon den ganzen Film hinweg. Ich weiß nicht, ob mir das gefällt, was ich vor mir auf der Leinwand sehe, während ich mir Popcorn um Popcorn in den Mund stecke, um perplex darauf rumzukauen, in der Hoffnung, dass ich aus dem Ganzen schlau werde. Gleichzeitig bin ich die komplette Laufzeit gefesselt von der Geschichte und im Nachhinein über die Kurzweiligkeit komplett überrascht. Warum mich „Hinterland“ aus dem Konzept bringt und mich ganz schön zwiegespalten zurücklässt, will ich dir im Folgenden erzählen.


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Reboot/Remake – Die Rückkehr des ewig Neuen

Nosferatu und Nosferatu (Copyright Prana Film GMBH/Gaumont)

Nicht nur wenn Drehbuchautor:innen streiken ist Hollywood Vollzeit damit beschäftigt, Fortsetzungen, Remakes und Reboots zu produzieren. Damit einher gehen einige Phänomene, die leider oftmals im Trubel zwischen Lobpreisungen und harten Kritiken untergehen. Ich möchte das Hauptaugenmerk auf sie lenken, um Remakes und Konsorten ausgiebiger zu erklären und nicht nur eine Reproduktion altbekannte Erklärungsmuster zu betreiben.


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Herrn Kukas Empfehlungen

© Piper Verlag

Radek Knapp liefert mit Herr Kukas Empfehlungen einen Einblick, wie sich jugendliche Abenteuerlust und die Großstadt treffen. Waldemar bricht aus Warschau auf und noch vor seiner Ankunft in Wien legt Herr Kuka ihm mit seinen Empfehlungen ein Ei. Unterhaltsam und abwechslungsreich ist die Reise so jedenfalls.


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Höhe: Eine Hassliebe

Foto © Dimitry Anikin auf Unsplash

Warum ist mein Instagram-Feed voller Berggipfel, aber mir schlottern beim Anblick des Kettenkarussells im Prater die Knie? Was ist der Canaletto-Blick, und warum besichtigen wir in jeder Stadt das höchste Gebäude? Warum nennen Wiener:innen jeden Hügel „Berg“, und warum bringt das Vorarlberger:innen zum Schmunzeln? Wir haben uns ein paar Gedanken über unsere ambivalente Beziehung zu Höhe gemacht.


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