Hundstage – Tage wie Hunde

© Allegro Film

Da man derzeit überall auf Rezensionen zu Ulrich Seidls „Rimini“ stößt, habe ich mir gedacht, es wäre vielleicht interessanter, eine Review über eines seiner älteren Werke zu schreiben, die nicht nur nicht in der Masse der neusten Neuigkeiten unter geht, sondern auch einen guten Kontrast in der schöpferischen Genealogie des Regisseurs erkennen lassen könnte.


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Vom Schwärmen – eine Ausstellung in sechs Vitrinen

Ausschnitt aus einer Arbeit von Patricia Saavedra, Foto: Brigitta Höpler

Was im Kunstleben der Stadt während der Corona-Lockdowns zur Rettung wurde, betreibt die Künstlerin Babsi Daum seit bald 15 Jahren: Ausstellungen in Schaufenstern, rund um die Uhr von der Straße aus zu besichtigen. Die Schaufenster im Stuwerviertel im zweiten Bezirk werden zu kleinen Schauplätzen der Kunst, beleben die Umgebung, unterbrechen die gewohnten Wege und Blicke. Laden ein, sich überraschen zu lassen.


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Sprechen wir über die Yoni

aus „Ich und meine Yoni“ von Antonia Pichler, erschienen im Nova MD Verlag
Foto: Johanna Stockreiter

Eines Abends wird Antonia Pichler von ihrer Tochter gefragt, warum denn Mädchen in Bilderbüchern „nur“ ein Dreieck dort haben, wo ihre Yonis sind. Diese Frage hat die Autorin zum Nachdenken gebracht und daraufhin beschloss sie, dass es nun an der Zeit sei, dem weiblichen Geschlecht mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dies tut sie in ihrem neuen Kinderbuch „Ich und meine Yoni“ und bricht damit ein Tabuthema auf, welches schon zu lange ein blinder Fleck gewesen ist.


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Alltagsgeschichten. Reloaded – Rewatched – Reframed

© ORF

„Dem Volk aufs Maul gschaut“ ist eine Redewendung, die oftmals zum Signalisieren von Bodenständigkeit verwendet wird. Dabei entlarvt sie sich selbst aber als ein Blick von oben herab, bedenkt man, dass durch die Abgrenzung vom „schauenden“ Menschen und „dem Volk“ ein ungleichmäßiges Kräfteverhältnis illustriert wird. Wer ist „schauend“ und wem wird „aufs Maul geschaut“? Elisabeth Toni Spira verstand es meisterhaft „mit“, anstatt nur „über“ Menschen zu reden, ihnen zuzuhören, aber auch manchmal kritisch nachzufragen.


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Wiener Verbrechen in Schwarz-Weiß

„Mann im Schatten“, Bildrecht: ÖFA

„Mann im Schatten“ aus dem Jahr 1961 ist durchzogen von Gegengensätzen und Subversionen. Wir sehen den Charme Wiens in Zeiten des Wirtschaftaufschwungs, aber auch die langen Schatten des Zweiten Weltkriegs haben hier ihren Platz. Nicht nur zwischen den Zeilen, sondern auch direkt in ihnen werden wir daran erinnert, dass die für uns „weit entfernte“ Vergangenheit hier noch sehr nahe ist.


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