Inselhopping

Wolfgang Pennwieser, „Jeder Mensch ist eine Insel“, erschienen im Czernin Verlag

Jeder Mensch ist eine Insel“ von Wolfgang Pennwieser, erschienen im Czernin Verlag, erzählt die Geschichte einer Randfigur der Gesellschaft. Da ist die sehr ungemütliche Beziehung zur Mutter, da ist die Einsamkeit, da ist die Diskriminierung, da sind die Stimmen im Kopf. Hauptfigur Wallner hat’s nicht leicht. Da ist aber auch die Freundschaft, da ist der Mut und da sind sie, die Schrulligkeiten im Leben. Aber Halt! Nicht nur Einblicke in das Leben und Empfinden des Protagonisten stehen hier im Mittelpunkt, sondern auch jene in das Denken und menschliche (also oft „ung’schickte“) Handeln anderer Figuren finden hier ihren Platz. Auf zur Inselexpedition, dachte ich mir.


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Ausrasten

„Ausrasten“ von Christopher Wurmdobler, erschienen im Czernin Verlag

Was haben eine misanthrope Tierärztin, ein polyamoröser Polizist, eine arrogante Galeristin, ein Schwein namens Mathilda und eine Bobo-Familie gemeinsam? Zunächst nicht viel, wie es scheint, außer, dass sie alle in Wien leben und ein wenig skurril sind. Aber wie es oftmals so ist, hängt alles am Ende doch irgendwie zusammen. Christopher Wurmdobler hat es mit seinen erquickenden Kurzgeschichten aus Wien geschafft, meine Mundwinkel wild und ausgelassen tanzen zu lassen. Wenn du Wien, Lesen und Lachen liebst, kann ich dir das Buch „Ausrasten“ von Christopher Wurmdobler wärmstens empfehlen.


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Herrn Kukas Empfehlungen

© Piper Verlag

Radek Knapp liefert mit Herr Kukas Empfehlungen einen Einblick, wie sich jugendliche Abenteuerlust und die Großstadt treffen. Waldemar bricht aus Warschau auf und noch vor seiner Ankunft in Wien legt Herr Kuka ihm mit seinen Empfehlungen ein Ei. Unterhaltsam und abwechslungsreich ist die Reise so jedenfalls.


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Schlaflos in der Josefstadt

© Reclam

Fast 100 Jahre ist es her, dass der Arzt Fridolin des Nächtens durch den achten Bezirk streifte, sich am Gallitzinberg (heute eher unter dem Namen Wilhelminenberg bekannt) auf einen geheimen Ball einschlich und dabei die gehobene Wiener Gesellschaft empörte. In der »Traumnovelle« erforscht Arthur Schnitzler die erotische Psychologie einer gutbürgerlichen Ehe bzw. eines gutbürgerlichen Ehemannes der 1920er-Jahre.


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Verliebt am Alsergrund

Die dem Roman seinen Namen gebende Stiege im 9. Bezirk. Fotocredit: Wikimedia / Welleschik

Heimito von Doderers Opus Magnum »Die Strudlhofstiege« ist nicht nur ein absoluter Klassiker der österreichischen Literatur, sondern auch die wahrscheinlich beste Seifenoper in Buchform, die ich jemals gelesen habe. Auf dieser literarischen Wanderung zwischen Alserbachstraße, Liechtenthal- und Boltzmanngasse ist man bald mitgerissen von den Irrungen und Wirrungen, die die Figuren durchleben.


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