Liebe fremde Nachbar:innen!

Foto: Vienna Reyes auf Unsplash

In den Monaten, in denen das Leben sich normalisiert hatte und meine Wohnung wieder nur Zwischenstop war, als ich mich mehrmals täglich gegen die schwere Haustür gestemmt hab, gehetzt und mit Kopfhörern im Ohr, da wart ihr mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht. Jetzt, wo wir alle wieder zuhause sind, da fällt mir auf, dass über mir und unter mir geniest und haargeföhnt und kindergeschimpft und gefernschaut und geheimwerkt wird, und dass ihr gar nicht so wurscht seid. Nicht weil ihr unersetzbar seid, sondern weil ein Mensch hören und sehen und riechen will, dass es da auch noch andere Menschen gibt.


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